Gelegen im Herzen der „längsten Theke der Welt“, umgeben von über 300 Lokalen, Brauereien und Bars, bietet das Picasso eine perfekte Mischung aus zentraler Lage und historischer Idylle.
Obwohl es direkt inmitten des pulsierenden Altstadtlebens liegt, beeindruckt es mit einer gemütlichen, warmen Atmosphäre und einer charmanten Fassade mit Holzfenstern und mediterranem Flair.
Tagsüber spürt man die belebte Energie der umliegenden Einkaufs- und Promenadenbereiche – in Reichweite liegen der Schlossturm am Burgplatz, die Rheinuferpromenade und die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen. Abends verwandelt sich die Gasse in eine stimmungsvolle Kulisse, in der das Picasso mit Außentischen und dezentem Licht einladend leuchtet .
Kurz gesagt: Wenn ihr authentisch-spanische Küche in einem stilvollen Steakhaus erlebt, das gleichzeitig zentral, historisch und voller Leben ist, ist im Picasso genau richtig.
Wir orderten, wie für Düsseldorf üblich, zwei Alt. Das war lustig. Altbier war absolut nicht Lenas Ding. So musste ich beide trinken, und ich bestellte für sie ein Pils. Der spanische Kellner war sehr freundlich und südländisch gut gelaunt. So fragte ein vorbeigehender Gast, ob denn wohl seine Steaks zu empfehlen wären. Statt einfach „Ja“ zu sagen, entgegnete er: „Hmm, gute Frage, weiß ich auch nicht, ob die gut sind.“ Der Gast ließ sich durch diesen Humor offensichtlich überzeugen und nahm ebenfalls Platz.
Lena liebt Steaks und bestellte ein Rumpsteak vom Angus-Rind. Ich entschied mich für den Angus-Burger. Als Beilage gab es Pommes frites, allerdings in runder Form (siehe Fotos). Das Essen kam nach angemessener Wartezeit und wirkte auf den ersten Blick sehr appetitlich. Lena war sofort absolut überzeugt und lobte ihr Steak medium als hervorragend. Sie verdrehte beim Essen oft die Augen, was sie immer tut, wenn es ihr sehr gut schmeckt. Auch an meinem Burger war nichts auszusetzen. Es war zwar nicht der Allerbeste ever, aber dennoch sehr lecker. Um meinen Hunger zu stillen und unsere beiden Urlaubstage zu starten, war er aber goldrichtig. So konnte die chillige Zeit starten – leckeres Bier und gutes Essen in wirklich schöner Umgebung.
Unsere erste kulinarische Station an diesem Tag war schon einmal ein Erfolg. Naja, an die Kalorien, die wir in der Folgezeit zu uns nehmen würden, wollten wir heute mal nicht denken. Man muss auch mal genießen können. Wir verbrachten gut eine Stunde in diesem spanischen Restaurant und genossen die Zeit. Später am Abend wollten wir dann heute unseren zweiten Essenstest in Düsseldorf machen und landeten da im Manhattan (seht dazu den gesonderten Testbericht). Nach dem Essen war erst einmal die versprochene Shoppingtour mit Lena auf dem Programm. Da musste ich durch. Aber egal – ich war zumindest schon einmal körperlich dafür gestärkt. :-)
Im Hauptspeisenbereich zeigt sich das Picasso besonders vielfältig: Steaks vom Rind, Lamm oder Iberico-Schwein dominieren das Angebot und sind in verschiedenen Gewichtsstufen erhältlich. Ein 150-Gramm-Rinderfilet startet bei etwa 22,90 €, während größere Cuts wie das 400-Gramm-Rib-Eye bis zu 44,90 € kosten können. Auch Fischliebhaber kommen auf ihre Kosten: gegrillter Wolfsbarsch, Seehecht oder Lachsfilet werden frisch zubereitet und bewegen sich preislich meist zwischen 25 € und 32 €. Wer gerne teilt, findet auf der Karte Grillplatten für zwei Personen, darunter eine gemischte Fleischplatte oder eine spanische Paella, jeweils ab ca. 24,90 € pro Person.
Ein separates Mittagsangebot sorgt werktags zwischen 12 und 17 Uhr für ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis: Gerichte wie Hüftsteak, Lachsfilet oder Schnitzel mit Beilage und Salat sind hier bereits ab etwa 16,90 € erhältlich. Ergänzt wird die Karte durch saisonale Specials wie Muschelgerichte in drei Variationen für jeweils 18,90 €, sowie durch hausgemachte Desserts und eine abwechslungsreiche Getränkeauswahl – darunter spanische Weine, Aperitifs, Cocktails und Champagner.
Insgesamt überzeugt das Preisniveau des Picasso durch solide Vielfalt in der Mittel- bis Oberklasse – ideal für einen stilvollen Abend in der Altstadt oder ein hochwertiges Mittagessen mit mediterranem Flair.
Noch stimmungsvoller war unser Platz im Außenbereich: Wir saßen an einem sonnigen Nachmittag an einem der Tische in der engen, charmanten Schneider-Wibbel-Gasse. Die Sonne strahlte durch die Altstadthäuser und verlieh der Szene fast südländisches Flair. Der Außenbereich ist gesäumt von weißen Tischdecken, gepflegten Holzmöbeln und liebevoller Dekoration. Die autofreie Gasse macht es leicht, sich zurückzulehnen, das bunte Treiben zu beobachten und einfach zu genießen.
Ein besonderer Blickfang war dabei direkt gegenüber: die bronzene Statue des Schneider Wibbel. Diese kleine, sitzende Figur auf einem Fenstersims gehört zu den charmantesten Sehenswürdigkeiten der Altstadt. Viele Passanten bleiben stehen, streicheln sie an Nase oder Hand – ein altes Ritual, das Glück bringen soll. Dass wir die Statue während unseres Essens immer im Blick hatten, verlieh dem Besuch im Picasso einen zusätzlichen, fast poetischen Reiz: Sonne, gutes Essen und ein Hauch Düsseldorfer Geschichte – schöner lässt sich ein Nachmittag kaum verbringen.
Verfasst am 12.07.2025